Modellprojekt
Was tun, wenn eine Partei bereits Klage erhoben hat?
Modellprojekt gerichtsnahe Mediation am Landgericht Köln
Oft wird Klage vor Gericht erhoben, obwohl sich ein Streit für die Mediation gut eignet.
Hat bereits eine Partei Klage erhoben und damit ein gerichtliches Verfahren anhängig gemacht, so besteht nunmehr auch vor dem Landgericht Köln trotzdem noch die Möglichkeit, den Streit im Wege der Mediation zu lösen, ohne zusätzliche Kosten zu verursachen.
Im Februar 2007 ist das Projekt gerichtsnahe Mediation am Landgericht Köln angelaufen, das von der Rechtsanwaltskammer Köln und dem Kölner Anwaltsverein getragen wird.
Auf Wunsch der Parteien eines Rechtsstreits besteht nun die Möglichkeit, das gerichtliche Verfahren auszusetzen und zu versuchen, die Streitigkeit zeitnahe im Wege der Mediation umfassend beizulegen.
Der besondere Vorteil für die Streitenden besteht darin, dass in der Mediation nicht nur einzelne Ansprüche zwischen den Parteien geklärt werden müssen, sondern alle Aspekte des zugrundeliegenden Konflikts geordnet werden können und die Chance einer echten Befriedung zwischen den Parteien besteht.
Dies ist insbesondere wichtig für Parteien, die auch in Zukunft miteinander zu tun haben möchten oder müssen, wie beispielsweise Geschäftspartner, Nachbarn oder Verwandte untereinander.
Das Besondere am Verfahren: Die Mediationen werden durch ausgebildete und erfahrene Anwaltsmediatoren geleitet, nicht wie an vielen anderen Gerichten üblich- durch Richtermediatoren.
Den Parteien entstehen keine zusätzlichen Kosten, wenn sie sich für diesen Weg entscheiden, da die Mediatoren während der Projektphase durch einen Fonds honoriert werden. Die Mediation kann jederzeit wieder abgebrochen und das ruhende Gerichtsverfahren wieder aufgenommen werden.
Auf Wunsch der Parteien schlägt das Gericht geeignete Mediatoren vor.
Rechtsanwältin Tiefenbach gehört zum Kreis der Anwaltsmediatoren.
