Mediation
"Streitende sollten wissen, dass nie einer ganz recht hat und der andere ganz unrecht."
Kurt Tucholsky
Dies gilt im Privaten gleichermaßen wie im Geschäftsleben, sei es zwischen Lieferanten und Kunden, zwischen Chef und Mitarbeitern oder unter Mitarbeitern.
Was ist Mediation?
Mediation ist ein außergerichtliches Verfahren der Konfliktlösung, bei der die Streitenden mit Hilfe eines unparteiischen Dritten, des Mediators/der Mediatorin, gemeinsam eine einvernehmliche Lösung erarbeiten. Das Ziel ist es also, eine sogenannte Win-Win-Lösung zu erzielen, mit der alle am Streit Beteiligten zufrieden sind.
Im Idealfall wird das ehemals positive Klima zwischen den Streitenden wieder hergestellt. So kann verhindert werden, dass geschäftliche oder private Beziehungen durch den Konflikt zerstört werden.
Der Mediator ist kein Richter, sondern neutraler und unabhängiger Mittler zwischen den Streitparteien. Im Gegensatz zum Rechtsanwalt vertritt er nicht die Interessen einer Partei.
Die Aufgabe des Mediators besteht darin, dass er die Parteien dabei unterstützt, ihre Interessen zu definieren und darauf aufbauend zukunftsorientierte Lösungen zu entwickeln.
Bei einer Mediation arbeiten die Streitenden also aktiv und eigenverantwortlich an einer Lösung mit.
Das Verhandlungsergebnis ist erst bindend, wenn alle Beteiligten zugestimmt haben.
Warum nicht gleich klagen?
In der Regel verläuft eine Mediation schneller, unbürokratischer und kostengünstiger als ein Gerichtsverfahren.
Bei der Wirtschaftsmediation werden oft nach 1 bis 3 Verhandlungstagen Ergebnisse erzielt, so dass es zu einer abschließenden Vereinbarung kommen kann.
Im privaten Bereich wird meist nicht tageweise, sondern stundenweise verhandelt. Auch hier können Abstand und Anzahl der Treffen individuell festgelegt werden.
Vor Gericht ziehen sich die Streitigkeiten über Monate, manchmal sogar Jahre hin. Das kostet die Beteiligten Nerven und unüberschaubar viel Zeit und Geld.
Die Mediation wird nach Stunden- oder Tagessätzen abgerechnet. Die Kosten sind daher im Voraus absehbar und planbar.
In welchen Bereichen ist Mediation anwendbar?
In nahezu allen Lebensbereichen, angefangen vom Nachbarstreit über familienrechtliche Konflikte, Täter-Opfer-Ausgleich, Erbangelegenheiten oder schulische Konflikte. Selbst wenn die Beteiligten sich in der Sackgasse sehen oder nicht mehr miteinander reden, kann Mediation den Konflikt lösen.
Aus dem Bereich der Wirtschaftsmediation lassen sich beispielhaft Teamkonflikte, Störungen in Kunden-Lieferantenbeziehungen und Konflikte, die durch Unternehmensumstrukturierungen entstehen, nennen.
Sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gern, ob sich in Ihrem konkreten Konflikt eine Mediation lohnt.
Co-Mediation
Unter Co-Mediation versteht man eine Mediation, die von zwei Mediatoren begeleitet wird.
Dabei können die Streitenden wählen, wie das Mediatorenteam zusammengesetzt sein soll. Zum einen besteht die Möglichkeit, die Mediation von einer weiblichen Mediatorin und einem männlichen Mediator gemeinsam leiten zu lassen.
Das Mediatorenteam kann aber auch interdisziplinär zusammengesetzt werden, beispielsweise aus einer Juristin und einer Psychologin.
Beides können wir Ihnen anbieten. Sprechen Sie uns an! Wir beraten Sie gern, ob Co-Mediation für Sie das Richtige ist und wie Ihr Mediatorenteam optimal zusammenzusetzen ist.
Was tun, wenn eine Partei bereits Klage erhoben hat?
Modellprojekt gerichtsnahe Mediation am Landgericht Köln
Oft wird Klage vor Gericht erhoben, obwohl sich ein Streit für die Mediation gut eignet.
Hat bereits eine Partei Klage erhoben und damit ein gerichtliches Verfahren anhängig gemacht, so besteht nunmehr auch vor dem Landgericht Köln trotzdem noch die Möglichkeit, den Streit im Wege der Mediation zu lösen, ohne zusätzliche Kosten zu verursachen.
Im Februar 2007 ist das Projekt gerichtsnahe Mediation am Landgericht Köln angelaufen, das von der Rechtsanwaltskammer Köln und dem Kölner Anwaltsverein getragen wird.
